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Das Institut für Museumsforschung

Das Institut für Museumsforschung wurde 1979 gegründet und ist eine bundesweit tätige Forschungs- und Dokumentationseinrichtung auf den verschiedenen sammlungsübergreifenden Gebieten des Museumswesens. Seine Forschungsarbeit wird von den jeweils relevanten wissenschaftlichen Disziplinen her definiert (Sozialwissenschaften/Soziologie, Psychologie, Erziehungswissenschaft, Ingenieur - und Naturwissenschaften, Informationswissenschaft/ Informatik, Rechtswissenschaft etc.). Die Projekte und Einzeluntersuchungen werden gemeinsam mit ausgewiesenen Wissenschaftlern dieser Disziplinen durchgeführt und mit Methoden der jeweiligen Forschungsgebiete bearbeitet. Die bearbeiteten Projekte werden am Forschungsbedarf der Museen an übergreifenden museumskundlichen Arbeitsfeldern orientiert und praxisbezogen, das heisst anwendungsorientiert, ausgerichtet.

Das Institut für Museumsforschung arbeitet in Ergänzung zu den regionalen, teilweise hoheitlich tätigen Museumsämtern und Fachberatungsstellen der Bundesländer. Es erbringt Leistungen für die Museen in Deutschland in den Bereichen Forschung, anwendungsorientierte Vermittlung und Dokumentation. Forschungsleistungen werden auf den Gebieten besucherbezogene Forschung, Kulturstatistik, Medien- und Museumsdidaktik, Dokumentation und Museumstechnik erarbeitet; der Transfer von museumsrelevanten Forschungsleistungen und wissenschaftlichen Ergebnissen gehört ebenso zu den Arbeitsgebieten dieses Museumsinstituts wie regelmäßige Dokumentation relevanter Forschungsergebnisse und Museumsliteratur.

Im Rahmen der Forschungsleistungen können Sie Auskünfte und Antworten zu folgenden Themen erwarten:

  • Entwicklung der Museen und des MuseumsbesuchsHierzu wird die jährliche bundesweite Kulturstatistik für die Museen erstellt und publiziert. Die Angaben zu den Museen werden in der institutionsspezifischen Datenbank erfasst und fortgeschrieben. Sie ist eine wesentliche Grundlage für die Beantwortung der Vielzahl von Einzelanfragen, die das IfM laufend erreichen:Wo gibt es in Deutschland Theatermuseen? Wieviel deutsche Museen haben eigene Internet-Seiten? Welche Literatur gibt es zu den aktuellen Trägerschaftswechseln staatlicher Museen in die Form von Stiftungen? Welche Marketingmöglichkeiten gibt es für Museen?
    Die Publikation der Ergebnisse der jährlichen statistischen Gesamterhebung wird allen Museen, den interessierten Kulturbehörden und Forschungseinrichtungen kostenlos zur Verfügung gestellt. Sie kann im IfM angefordert werden. Auch über die Internetpräsentation des Instituts unter der Adresse der Staatlichen Museen zu Berlin sind diese und andere ausgewählte Publikationen online abrufbar. Auf Anforderung werden darüber hinaus beispielsweise regionalbezogene Auswertungen zur Verfügung gestellt, zum Beispiel für Gemeinden, Kreise oder einzelne Bundesländer.
  • Untersuchungen zur Struktur des Museumspublikums und Wirkungsanalysen didaktischer und medialer Angebote der Museen
    Hierzu werden Trendanalysen von Museumsbesuchen, Besucherbefragungen an exemplarisch ausgewählten Häusern, Zusatzerhebungen zu Öffentlichkeitsarbeit, Werbung, Museumspädagogik etc. durchgeführt, ebenso Modellprojekte zur Einführung neuer Medien im Museum oder auch Besucherbefragungen während besonderer Angebote und Programme, wie »Lange Nacht der Museen« oder »Markt der Kontinente«, um die Struktur des Museumspublikums bei diesen Angeboten zu ermitteln; auch hierzu können Veröffentlichungen angefordert werden.
  • Konzeption und Mitwirkung an EU-Projekten und europäischen Netzwerkprojekten
    Hier ist in erster Linie »Euromuse« als Internet-Portal der großen europäischen Kunstmuseen zu nennen; das IfM informiert Museen, die sich an EU-Projekten beteiligen möchten, welche Förderprogramme der EU in Frage kommen und wo sie sachgerecht weitere Informationen erhalten können.
  • Wirtschaftsforschung
    Der gesamte Komplex der Wirtschaftsforschung einschließlich der Erhebung von Verwaltungs– und Personaldaten der Museen wird in Zukunft eine wichtigere Rolle spielen. Auch die Fragen von Museumsmanagement und -trägerschaft werden verstärkt bearbeitet. Spezielle Publikationen stehen auf Abruf bereit.
  • Neue EDV-Programme und –Technologien bei Dokumentation und Inventarisierung
    Im Referat EDV–gestützte Museumsdokumentation ist eine breitere Erforschung und Implementierung des Einsatzes und der Verwendung neuer Programme und neuer Technologien bei Dokumentation und Inventarisierung zwingend erforderlich. Die Einführung neuer Software wird im Rahmen von Modellprojekten begleitend unterstützt. Erfahrungsberichte und Beratungen können angefordert werden. Das IfM organisiert zusammen mit der Fachgruppe Dokumentation des Deutschen Museumsbundes und dem Konrad Zuse-Zentrum für Informationstechnik jährlich im Oktober eine gebührenfreie Fachtagung zu Fragen der Museumsdokumentation.
  • Museumstechnik
    Auf dem Gebiet der Museumstechnik werden Forschungsleistungen in Form von Kooperationsprojekten erbracht. Dokumentationen und Wörterbücher können angefordert werden.

Neben diesen referatsbezogenen Aufgaben werden vom Institutsleiter weitere Themen betreut.
Hierzu zählt beispielsweise das Gebiet der museumsbezogenen Rechtsfragen, das im Wesentlichen durch ein Drittmittelprojekt (Robert-Bosch-Stiftung) bearbeitet wird. Das »Handbuch des Museumsrechts« wird von Frau Prof. Dr. Küfner-Schmitt als wissenschaftlicher Herausgeberin federführend betreut. Es liegen nunmehr sieben Bände vor, die entweder im Buchhandel oder über das IfM zum Vorzugspreis bestellt werden können.

Generell ist festzustellen, dass das Institut für Museumsforschung neben den Forschungsleistungen den Transfer von museumsrelevanten Forschungsergebnissen und wissenschaftlichen Untersuchungen verstärkt erfüllen muss. Hierzu zählen besonders die Erarbeitung von Handreichungen, Dokumentationen und Publikationen in allen Sachgebieten, die Fachberatung und Beantwortung von Einzelanfragen, aber auch die Kooperation mit Fortbildungsinstituten und Hochschulen. Das Institut für Museumsforschung bearbeitet und erweitert neben seiner Fachbibliothek, die als Präsenzbibliothek ca. 100 laufende Zeitschriften und mehr als 14.000 museologisch relevante Monographien umfasst, auch Archivbestände zur nationalen und europäischen Museumsgeschichte. Grundlage hierfür sind das Archiv des Deutschen Museumsbundes (DMB) und das Archiv des « European Museum of the Year Award« (EMYA). Fallweise werden Forschungsvorhaben zur Museumsgeschichte, insbesondere anhand dieser Archivalien angeregt, aufgegriffen und selbständig oder in Kooperation mit anderen Einrichtungen durchgeführt.

Zu den Serviceleistungen des Instituts gehören neben der umfassenden international sammelnden Fachbibliothek, die für alle Nutzer zugänglich ist, insbesondere die Erarbeitung und Bereitstellung von Literaturinformationen, Rezensionen und Fach-Bibliographien in Form von Materialien- Heften, die von allen Museen angefordert und bezogen werden können. Eine der vom Institut für Museumsforschung geführten Datenbanken erfasst die Sonderausstellungen, die die Museen im Rahmen der statistischen Jahreserhebung melden. Diese Datenbank bildet die Grundlage, vielfältige Auskunftswünsche befriedigen zu können, zum Beispiel, ob zu einem bestimmten Thema schon eine Ausstellung existiert, ob in einer bestimmten Region eine Ausstellung gezeigt wurde, ob Wanderausstellungen verfügbar sind für die Nutzung im eigenen Museum. Das Institut arbeitet eng mit dem Deutschen Museumsbund zusammen. Es erarbeitet derzeit in einem Gemeinschaftsprojekt ein Fachinformationsprogramm für Museen, das über die Internetseite des DMB angeboten wird (Drittmittelprojekt der Heinz-Nixdorf-Stiftung).

Zur Homepage: Institut für Museumskunde

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Kontakt / Ansprechpersonen

inhaltliche Fragen: Monika Hagedorn-Saupe
Institut für Museumskunde
In der Halde 1
14195 Berlin
Fon: 030 - 83 01 460
Fax: 030 - 83 01 504
m.hagedorn@smb.spk-berlin.de
allgemeine Fragen: Dr. Maren Eichhorn
Staatliche Museen zu Berlin
Generaldirektion
Stauffenbergstraße 40-41
10785 Berlin
Fon: 030 - 266 42 21 40
Fax: 030 - 266 42 21 50
m.eichhorn@smb.spk-berlin.de

 

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