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Erfurt 1

Die Restaurierung der größten Hebräischen Bibelhandschrift

Bibelhandschrift »Erfurt I«
Lupe Bibelhandschrift »Erfurt I«
Schadensbild in der Seitenansicht
Lupe Bibelhandschrift »Erfurt I«
Hauptschaden am Kopfschnitt mit verblockten und verworfenen Seiten
Bibelhandschrift »Erfurt I«

 

Lupe Nach langsamem Weichen ...
... des Pergaments wird die Verblockung mit Skalpell und Spatel gelöst
Nach langsamem Weichen ...

 

Lupe Aufbau der Feuchtkompresse im Brandschadenbereich
Aufbau der Feuchtkompresse im Brandschadenbereich

 

Lupe Ansicht
links vor dem Glätten, rechts nach dem Glätten
Ansicht

 

Im Sommer 2002 stellte die Staatsbibliothek der Öffentlichkeit zum ersten Mal den Prozess der Restaurierung des zweiten Bandes der weltweit größten hebräischen Bibelhandschrift »Erfurt 1« vor. 1999 bis 2007 wurde dieses außergewöhnliche Objekt in der bibliothekseigenen Restaurierungswerkstatt bearbeitet.

Fertiggestellt im Jahr 1343, ist diese Handschrift seit 1880 im Besitz der Bibliothek. Benannt ist diese kostbare Pergamenthandschrift seit etwa dreihundert Jahren nach ihrem ersten feststellbaren Besitzer, dem Evangelischen Ministerium in Erfurt. Die Pergamenthandschrift ist in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich: Sie besteht aus zwei Bänden, jeder dieser Bände hat ein Blattmaß von 47x63cm und wiegt ca. 50 Kilogramm. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Bibel wegen ihrer Größe und ihres Gewichts nicht wie viele andere wertvolle Stücke der Bibliothek außerhalb Berlins sondern im Keller des damaligen Wirtschaftsministeriums in Sicherheit gebracht. Das Gebäude wurde jedoch von Bomben getroffen und der zweite Band der Bibel zunächst durch Feuer, dann durch Löschwasser so stark beschädigt, dass er sich seither nicht mehr öffnen ließ.

Die Restaurierung von »Erfurt I« war eine große Herausforderung, die von Wissenschaftlern und Spezialisten aus aller Welt mit Interesse verfolgt wurde. Zunächst musste ein spezielles Restaurierungskonzept entwickelt werden, um der ungewöhnlichen Aufgabe überhaupt gerecht zu werden. Nach der Einrichtung einer speziellen Werkstatt konnten die Spezialisten der Staatsbibliothek die 546 miteinander verklebten und verblockten Seiten des zweiten Band der Bibel voneinander lösen und 55 Jahre nach Kriegsende zum ersten Mal wieder öffnen. Gegenwärtig ist der erste Schritte der Restaurierung abgeschlossen: Alle Seiten wurden voneinander getrennt, gesäubert und geglättet.

Die Tafelausstellung »Erfurt 1 - Erste Schritte der Restaurierung der größten Hebräischen Bibelhandschrift« dokumentiert anhand von Fotos, Erläuterungen, Fundstücken aus der Bibel (Holz, Insekten, Metall u.a.) sowie einem 13-minütigen Dokumentarfilm die außerordentliche wissenschaftliche, logistische und technische Leistung der Restauratoren der Staatsbibliothek zu Berlin bei dieser außergewöhnlichen Aufgabe.

Zur Homepage: Staatsbibliothek zu Berlin

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Ausstellungsdaten

Titel: Erfurt 1
Die Restaurierung der größten Hebräischen Bibelhandschrift
Umfang: 10 Foto-Text-Tafeln, zahlreiche kleinteilige Fundstücke, 13 Minuten Videofilm
Technik: ausreichende Hängefläche für 10 Tafeln in der Größe DIN A 0 / Hochformat, drei Pultvitrinen, 1 VHS-Abspielgerät
Katalog: Dokumentation der Restaurierung in Kommission möglich (36 Seiten, Hardcover, 6 € /Stck.), evtl. Kosten für Nachdruck, wenn Exemplare nicht mehr vorrätig
Kosten: pauschal 500 € für Ausstellungsvorbereitung,
Versicherungswert 5.000 € , Verpackung und Transport, Aufbau
Kosten für Begleitmaterial; Anpassen der Unterlagen durch Grafiker, Druck von Faltblatt, Plakat, Einladungskarte zur Eröffnung.

 

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Kontakt / Ansprechpersonen

inhaltliche Fragen: Julia Bispinck-Roßbacher
Leiterin der Restaurierungswerkstatt
Unter den Linden 8
10117 Berlin
Fon: 030 - 266 43 46 00
julia.bispinck@sbb.spk-berlin.de
allgemeine Fragen: Katja Dühlmeyer
Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Potsdamer Strasse 33
10785 Berlin
Fon: 030 - 266 43 19 00
Fax: 030 - 266 33 19 00
katja.duehlmeyer@sbb.spk-berlin.de

 

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